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Städtereise Wien mit Kind

Jedes Jahr machen meine Schwestern und Ich gemeinsam einen Städte-Trip. Da wir mittlerweile alle in unterschiedlichen Städten leben und uns nicht mehr jede Woche sehen, ist das eine Möglichkeit gemeinsam Zeit zu verbringen und Erinnerungen zu schaffen.
Dieses Jahr war zum ersten Mal meine Tochter (11 Monate) dabei. Da meine eine Schwester schon zwei Mal in Wien war und immer davon geschwärmt hat, haben wir uns entschieden gemeinsam die Stadt zu entdecken. Wir sind mit dem Zug angereist und hatten zwei Tage Zeit so viel wie möglich von der Stadt zu sehen. Ich kann an dieser Stelle schon sagen, dass die zwei Tage definitiv zu kurz waren und ich unbedingt nochmal wiederkommen möchte. Die Stadt hat uns in so kurzer Zeit in ihren Bann gezogen und mit ihrem Charme überzeugt. Leider konnten wir die meisten Sehenswürdigkeiten nur von außen bestaunen, weil wir nicht genügend Zeit hatten. Ich würde euch deshalb empfehlen im Vorfeld einen Plan zu machen, was ihr unbedingt sehen wollt und danach eure Tage strukturieren.

Die Unterkunft

Wir haben direkt am Burgring, gegenüber von der Hofburg, eine Unterkunft gefunden. Das war eine super Lage, da wir alle großen Sehenswürdigkeiten der Ringstraße fußläufig erreichen konnten. Wir haben über ca. 2 Wochen immer mal wieder nach Apartments gesucht und erst am Ende dieses Angebot gefunden. Unsere Wohnung war mit Küche, Bad, Waschmaschine, Schlafzimmer, Schlafcoach und Babybett ausgestattet. Außerdem gab es einen kleinen Aufzug, wo wir perfekt mit dem Kinderwagen reingepasst haben (für mehr war aber auch nicht Platz). Das Apartment haben wir über „HeyMi Apartments“ gefunden. Am Abreisetag konnten wir unser Gepäck im Büro der Vermieter lagern, das in der Nähe der Votivkirche liegt.

Öffentliche Verkehrsmittel

Ich hatte zuerst etwas Bange, wie die öffentlichen Verkehrsmittel im Bezug auf Barrierefreiheit ausgestattet sind, aber es lief alles reibungslos. Alle U-Bahnen, die wir benutzt haben, hatten Aufzüge und in den Trams gab es extra Plätze und Gurte für Kinderwägen. Außerdem gab es die Möglichkeit sich 24h, 48h und 72h Tickets zu kaufen. Das lohnt sich vor allem, wenn man viel mit den Öffentlichen fährt. Eine weitere Möglichkeit war die Vienna City Card. Mit dieser Karte gibt es zusätzlich zur Nutzung der Öffentlichen auch viele Vergünstigungen in Museen und Sehenswürdigkeiten. Genauere Infos findest du hier.

Die Sehenswürdigkeiten

Der einfachste Weg viele Sehenswürdigkeiten in kurzer Zeit zu bewundern ist ein Spaziergang auf der Ringstraße. Sie führt euch z.B. an der Hofburg, dem Parlament, dem Rathaus und der Vitovkirche vorbei. Ihr solltet euch die Innenstadt, den Dom sowie das Rathaus auch unbedingt bei Dunkelheit ansehen. Es wirkt nochmal pompöser und ist wunderschön beleuchtet. Außerdem stehen dann nicht mehr so viele Touristen vor den Bauten. Eine der Sehenswürdigkeiten, die wir uns beim nächsten Mal besuchen werden, ist Schloss Schönbrunn. Es liegt etwas außerhalb aber soll einen Besuch wert sein.

Die Hofburg

Informationen über die Hofburg findest du hier.

Das Naturhistorische Museum

Die Ausstellungen wollten wir unbedingt ansehen. Es gab einen Fahrstuhl und einen separaten Eingang für Rollstuhlfahrer. Leider hatten wir nur knapp 1,5h Zeit für den Museumsbesuch und konnten daher nicht alles betrachten. Was wir uns aber ansehen konnten, war wirklich sehenswert. Von Urpferden, Mammuts und Dinosaurierskeletten bis zur Entwicklung des modernen Menschen war alles dabei.
Kosten: Erwachsene 18€
Ermäßigt mit Studentenausweis 14€
Weitere Informationen findest du hier.

Das Parlament

Weitere Informationen findest du hier.

 

Das Rathaus

Als wir im Februar zu Besuch waren, war hier die Wiener Eistraum aufgebaut. Das war eine riesige Eislauf-Anlage sowie Essenbuden und eine Alm, alles direkt vor dem Rathaus. Also wenn ihr gerne Eislaufen geht oder es mal probieren wollt, ist das mit einer tollen Kulisse hier machbar.
Weitere Informationen findest du hier.

   

Die Votivkirche

An der Votivkirche sind wir nach einem Kaffee und Sachertorte vom Cafe Votiv, vorbeigekommen. Es ist eine beeindruckende Kirche, die sich bei einem Spaziergang bestaunen lässt.
Weitere Informationen findest du hier.

 

Die Domkirche

Eine sehr beeindruckende Kirche mit toll verzierten Dachschiefern. Wir haben uns entschieden die Aussicht vom Nordturm zu genießen, da es hier einen Fahrstuhl gab. Den Kinderwagen konnten wir an der Kasse stehen lassen und meine Tochter habe ich in der Trage mit hochgenommen. Der Ohrendruck war nur ganz kurz da und sie hat es anscheinend nicht gestört. Oben gab es viel Wind und eine wunderschöne Aussicht über ganz Wien. Es hat sich definitiv gelohnt!
Kosten: 7€ pro Person Nordturm
Weiter Infos findest du hier.

       

Die Evangelische Pauluskirche

Die Kirche sieht sehr majestätisch aus, wenn man direkt vor ihr steht. Außenherum ist ein kleiner Park mit zwei Spielplätzen angelegt und lädt zum Verweilen ein. Es gab extra einen Barrierefreien Eingang, was für uns super mit dem Kinderwagen war. Tatsächlich haben wir uns vorher nicht informiert und dachten man könne kostenlos in die Kirche und auf den Balkon. Letztendlich haben wir sie dann nur von außen betrachtet.
Kosten: Erwachsene 9.50 €
Weitere Informationen findest du hier.

Der Naschmarkt

Hier habt ihr eine große Auswahl an allem, was euer Herz begehrt. Es gibt viele verschiedene Restaurants, von typisch Österreich über italienisch zur koreanischen Kost. Außerdem laden Souvenirgeschäfte und Käseläden zum Verweilen ein. Wir haben uns hier etwas zum Abendbrot mitgenommen aber es war eine schöne Atmospähre durch die Gassen zu bummeln und sich die Angebote anzusehen. Hier findet sich sicherlich auch ein kleines Mitbringsel für die Lieben daheim.
Weitere Informationen findest du hier.

Der Prater

Immer wenn ich „Wiener Prater“ gehört habe, dachte ich an das Riesenrad. Als ich dann tatsächlich vor Ort war, ist mir aufgefallen wie riesig dieser Freizeitpark ist. Es gibt so viele Fahrgeschäfte und Essenbuden. Als wir im Februar hier waren, waren schätzungsweise 70% der Fahrgeschäfte und Buden geschlossen. Trotzdem konnten meine Schwestern das höchste Kettenkarussell in Österreich fahren, während meine Tochter entspannt bei der lauten Musik geschlummert hat. Wir waren am frühen Abend dort und es war sehr schön beleuchtet, als dann alles dunkel wurde.
Weitere Informationen findest du hier.

   

Schloss Belvedere

Es erinnert an alte Filme, in denen Frauen mit ihren ausgestellten Kleidern und Sonnenschirm durch den Garten spazieren. Daneben fährt eine Kutsche mit zwei Pferden und bringt königliche Gäste ins Schloss. So in etwa haben wir uns gefühlt, als wir das riesige Gelände betreten haben. Abgeschirmt von der großen Straße nebenan, versteckt hinter hohen Mauern liegt diese große Parkanlage um Schloss Belvedere. Es ist definitiv einen Besuch wert! Es gibt auch extra Rampen für Rollstühle und Kinderwägen.
Weitere Informationen findest du hier.

   

Albertina und Schmetterlingshaus

Vom Schmetterlingshaus kommend, hat man von der Albertina einen schönen Blick auf die Staatsoper. Hier oben kann man ein paar ruhige Minuten oder die Aussicht bei einem Aperol genießen. Es gibt einen Fahrstuhl, der euch auf das Plateau bringt oder ihr lauft vom Schmetterlingshaus kommen links die Rampe nach oben.
Weitere Informationen über die Albertina findest du hier.

 

 

Die Staatsoper

Um die Staatsoper sind wir mehrmal auf dem Weg durch die Stadt gelaufen. Leider hatten wir aber keine Zeit zu Verweilen und sie uns näher anzusehen. Im Dunkeln sah sie auch sehr beeindruckend aus.
Weitere Informationen findest du hier.

Wo wir Essen waren

Cafe Votiv

Dieses Cafe liegt direkt gegenüger von der Votivkirche. Es ist sehr gemütlich und modern eingerichtet. Wir haben uns ein Stück Sachertorte geteilt, die sehr lecker war. Wenn ihr in Wien seid, solltet ihr sie einmal probiert haben!
Da es Stufen zum Cafe hochging, kam direkt ein Kellner und hat uns mit dem Kinderwagen geholfen. Da meine Tochter nur geschlafen hat, habe ich tatsächlich nicht nachgesehen, ob es eine Wickelkommode gegeben hätte.
Weitere Informationen findest du hier.

 

Das Erich

Das Erich ist ein Cafe mit Bar, wobei es auch die Möglichkeit gibt draußen zu sitzen. Da die Tische sehr eng stehen und nicht viel Platz ist, solltet ihr bei Reservierungen immer sagen, ob ihr mit Kinderwagen kommt. Das Essen kam sehr schnell und war sehr lecker. Ich bestelle meistens Chai Latte zum Trinken und diesen fande ich wirklich besonders lecker. Es lag möglicherweise auch daran, dass es kein Chai Latte aus Pulver und Milch war sondern gebrühter Tee mit Milch und Honig. Für meine Tochter konnten wir Schnittlauchbrot bestellen, dass sie auch sehr lecker fande.
Weitere Informationen findest du hier.

 

Cafe Telegraph

Am zweiten Morgen waren wir im Cafe Telegraph brunchen. Es liegt direkt hinter der Votivkirche und hat eine angenehme Atmosphäre. Wir haben Avocado-Toast bestellt, was sehr lecker war. Für meine Tochter habe ich ein ungewürztes Spiegelei und Toast mit Butter bestellt. Das war auch gar kein Problem. Hier gibt es auf jeden Fall auch eine Wickelkommode.
Weitere Informationen findest du hier.

Meissl und Schadn

In diesem Restaurant haben wir das original Wiener Schnitzel aus Kalbsfleisch probiert. Es ist gehoben, sehr schick und ihr solltet auf jeden Fall reservieren. Wenn man vor dem Restaurant steht, kann man durch eine Scheibe die Köche beim Zubereiten der Schnitzel beobachten. Außerdem gab es die Möglichkeit mit Voranmeldung live bei der Zubereitung dabei zu sein. Das Essen war sehr gut und meiner Tochter wurden direkt Stifte, ein Pxibuch und ein Spielring gebracht. Es gab auch eine Wickelkommode.
Weitere Informationen findest du hier.

 

Kindercafe Lauserpause

Hier haben wir am zweiten Tag knapp 2h verbracht. Da meine Tochter sonst den ganzen Tag im Kinderwagen verbracht hätte, wollten wir ihr auch etwas Spielzeit geben. Ich war wirklich sehr begeistert von dem Cafe. Es gab Snacks, Getränke, einen Abstellraum für Kinderwägen und sehr viele Spielmöglichkeiten auch für ganz Kleine. Hier können sich die Kinder auf jeden Fall gut auspowern. Meine Tochter fande das Bällebad mit am besten. Das Cafe ist auch nicht weit vom Wiender Prater entfernt, wo wir danach hingefahren sind.
Weitere Informationen findest du hier.

Fazit

Natürlich sind Städte-Trips meistens anstrengend, weil es viel zu sehen gibt und oft nicht genug Zeit verfügbar ist. Insgesamt war es für uns aber mit Kind nicht viel anstrengender als ohne. Natürlich dauern manche Dinge länger, es muss gewicklet werden, dass Kind will zwischendurch auch mal spielen und eventuell gibt es mal schlechte Laune. Aber das sind alles Situationen, mit denen vorher schon gerechnet werden kann und wenn man das im Hinterkopf hat, kann ein Städte-Trip auch „entspannt“ sein. Wir haben immer versucht auf die Bedürfnisse meiner Tochter einzugehen und sind deshalb beispielsweise auch in das Kindercafe und zwischendurch am Tag nochmal in die Ferienwohnung zum kurzen Durchschnaufen und spielen. Daher war es uns auch wichtig eine Unterkunft direkt in der Stadt zu haben, damit notfalls der Weg nicht allzu weit ist.

Wann habt ihr den ersten Städte-Trip mit euren Kindern gemacht?

Eine schöne Woche!

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